Bertil Ohlsson
Can Technology GmbH
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Deutschland

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Philosophie
Mit sehr viel Know-how, Präzision und Zuverlässigkeit baut Bertil Ohlsson Maschinen, deren erklärte und anerkannte Stärke die große Flexibilität hinsichtlich der Dosentypen und Größen ist.

Den Mensch und die Technologie harmonisch zu verbinden, ist die Basis des Qualitätskonzeptes Bertil Ohlssons. Eine offene Kommunikation zwischen Mitarbeitern, Partnern und Kunden prägt die positive Atmosphäre. Unsere Mitarbeiter gestalten die Unternehmenskultur aktiv mit, wodurch bedürfnisgerechte Gesamtlösungen schnell, flexibel und professionell realisiert werden. Durch die Konzentration auf unsere Kernkompetenzen erreichen wir eine kontinuierliche Verbesserung unseres Leistungsspektrums.

Die Bertil Ohlsson Maschinen zeichnen sich durch einfache Bedienung, kurze Umrüstzeiten, fein aufeinander abgestimmte Fertigungsmodule und höchste Qualität aus. Wir bieten vielseitige Lösungen mit der Zuverlässigkeit eines Standardsystems.

Formen folgen Emotionen
Der Markt fragt verstärkt nach speziell geformten Dosen / Ohlsson liefert das technische Rüstzeug

Zylindrisch kann jeder. Denkt man zumindest, wenn man durch die Gänge der Supermärkte schlendert. Eine Standard-Konservendose reiht sich an die nächste. Massenware. Dass das Prinzip „Konservendose" eigentlich ein kleines Wunder ist, wird dabei fast vergessen, begleitet es uns doch seit Jahrzehnten durch unseren Alltag. Um aus der Masse herauszustechen, bedienen sich viele Anbieter jedoch zunehmend speziell verformter Dosen. Und wie so oft wirkt Bertil Ohlsson mit seinem Spezialwissen hierbei diskret im Hintergrund.

Bauchig, blubbrig, gewölbt, eingezogen: Eine Dose ist mitnichten eine Dose: Wer zum Beispiel in Frankreich den dort sehr populären Getränkesirup ersteht, bekommt ein Kleinod der Dosenherstellung in die Hände. Form follows emotion heißt nicht nur hier die zunehmende Devise der Nahrungsmittel-Produzenten, wenn es sprichwörtlich ans Eingemachte geht. Denn das Auge entscheidet beim Kauf mit und je ausgefallener Bedruckung und Dosendesign sind, desto schneller greifen anspruchsvolle Kunden zu.

Farben, nahrungsmittel, Bier, Haarspray - es gibt kein Produkt, was sich nicht in Dosen verpacken ließe, deren Formgebungen „ins Auge fallen". „Das ist ein Trend, den wir seit längerer Zeit beobachten und unterstützen", sagt Johan Strandberg (siehe the ringing bell, ausgabe autumn 2004) von Bertil Ohlsson. Die Göteborger fertigen seit rund 20 Jahren Expander zur Herstellung speziell verformter Dosen. Auch dieses Jahr ist die Nachfrage nach solcherart Spezialmaschine wieder stark gestiegen, shaped cans sind extrem „in".

Ursprünglich aus den USA stammend, hat sich der Trend zu shaped cans weltweit verbreitet. „Durch das shaping erhalten die Verpackungen eine unverwechselbare Form, was immer einen positiven Imagegewinn für die Produkt-Hersteller bedeutet", sagt Strandberg und hält eine mit Ohlsson-Werkzeugen hergestellte Suppendose hoch. Und tatsächlich: Das bauchige Ding mit dem Aufdruck „Omi's Terrine" transportiert allein durch seine Formgebung die gewünschte Assoziation: Eine behaglich warme Küche, Granny in ihrer Schürze und eine Terrine mit dampfender Hühnersuppe auf dem Tisch. Fantastisch! Wo, bitte, geht's zum nächsten Herd?

„Steigerung der Produkt-Attraktivität beim Endkunden" heißt das in offizieller Marketing-Sprache.
„Expandieren war schon immer unsere Stärke", antwortet Strandberg verschmitzt auf die Frage nach der Präsenz des schwedischen Unternehmens auf dem Weltmarkt der shaped cans. Ohlsson halte „einen sehr hohen Anteil", gibt sich Sales Manager Strandberg vornehm zurückhaltend.
Noch haben nicht alle Länder dieser Erde ihre Kultur um shaped cans bereichert, aber die diesbezüglichen weißen Flecken auf der Weltkarte verschwinden zunehmend. Bertil Ohlsson arbeitet daran - formvollendet.

Kreativität weckt Konsum
Johan Strandberg, Sales Manager bei Bertil Ohlsson, über die Wirksamkeit von ausgefallenen Metall-Verpackungen

Steigende Rohstoffpreise bewirken einen Kostenanstieg bei den Herstellern von Metallverpackungen. Die Auswirkungen liegen auf der Hand: Gewinnmargen schrumpfen, der Endverbraucher müsste im Prinzip für ein Produkt deutlich mehr zahlen, als bisher.
Nur - dies ist der sensibelste Punkt in der Vermarktungskette. The ringing Bell sprach mit Johan Strandberg, Sales Manager bei Bertil Ohlsson, über neue, gewinnversprechende Marketing-Strategien.

Herr Strandberg, die Chinesen kaufen den Stahlmarkt leer. Bauen Sie jetzt Maschinen für immer kleinere Dosen?

- (lacht) Nein, soweit ist es noch nicht gekommen. Aber diese Entwicklung hat natürlich zur Folge, dass die Rohstoffpreise extrem gestiegen sind. Das ist ein Problem für die gesamte Metallverpackungs-Branche, die ihre Margen neu kalkulieren muss.

Heißt das, dass das Endprodukt für den Kunden spürbar teurer wird?

- So einfach lässt sich dies in der Praxis nicht darstellen. Nur wenige Kunden würden die Umlage der erhöhten Rohstoffpreise auf das Endprodukt wirklich akzeptieren. Das kann man am Markt schwer darstellen. Stellen Sie sich vor, sie müssten für eine Dose Cola plötzlich ein Drittel mehr bezahlen. Das erscheint mir unrealistisch.

Wenn die Gewinnmargen bei den Herstellern sinken, das Massengeschäft also spürbar weniger Erlöse bringt, wie kann oder muss die Branche Ihre Meinung nach hierauf reagieren?

- Ich kann und will da kein Generalkonzept geben, aber sicherlich muss die Metallverpackungsbranche spätestens jetzt mehr agieren als nur zu reagieren. Wenn mein bisheriges Produkt aus bestimmten Gründen weniger Gewinn abwirft, muss ich mir Gedanken über neue Marketing-Strategien machen.

Dosen als zukünftig nostalgische Artikel? „Kauft Dosen, bevor sie unbezahlbar sind"?

- Eher: Was kann ich als Hersteller tun, um meine Kostenkalkulation rentabel zu halten. Also: Ein erfolgreiches Produkt für eine bestimmte Zielgruppe verkauft sich zwar immer noch bestens, wirft aber aufgrund von Faktoren wie erhöhten Rohstoffpreisen weniger Gewinn ab. Erhöhe ich die Preise massiv, läuft mir vielleicht meine
Stammkundschaft weg. Ein Gedanke wäre, dass Standard-Produkt zum unveränderten Endpreis weiter anzubieten, jedoch um ein „neues" zu erweitern. Ich könnte zum Beispiel mein Hauptprodukt unter neuem Markennamen in einer neuen, ausgefallenen Verpackung anbieten.

Also neue Märkte mit neuen Zielgruppen erschließen?

- Exakt. Allein durch eine ansprechend veränderte Dosenform, durch eine ausgefallene Verpackung lassen sich neue Käuferschichten erschließen. Das Auge kauft ja immer mit. Das gilt für bestehende Stammkunden eines gewissen Alters, erst recht jedoch für junge Neukunden. Wenn die das erste Mal in einen Supermarkt gehen und ihnen ein bestimmtes Produkt aufgrund seiner ausgefallenen Verpackung auffällt - zum Beispiel eine Dosensuppe - dann gibt es genügend Menschen, die sich schon aufgrund dieser attraktiven Verpackung auch für das vergleichsweise teurere Erzeugnis entscheiden.

Sie sprechen den Erlebnisfaktor an, das Vermitteln von Lebensqualität.

- Natürlich. Über eine extrovertierte Metallverpackung lassen sich emotionale Kundenbindungen zum Produkt generieren. Wir bei Ohlsson haben zum Beispiel die Maschinen für einen Marketing-Artikel der Lollipop-Marke Chubba Chups gebaut.

Chubba Chups sind Kult. Die Botschaft des Produkts lautet: „Iss mich, ich bin aufgrund meines hohen Milchanteils eine gesunde Nascherei."

- Ja! Was also hat der Hersteller getan? Er hat eine von uns in die Form einer klassischen Milchkanne, wie wir sie vom Bauern kennen, expandierten Blechdose bauen lassen. Da war natürlich keine Milch drin, noch nicht einmal Süßigkeiten. Nein, das Ding funktionierte als Spardose. Das war super. Denn natürlich erschien die Spardose in der Chubba-Chups-corporate identity, mit einer Kuh drauf. Und wir alle wissen: Spardosen verbleiben lange beim Menschen. Und in diesem Fall halt das Marken-Image von Chubba Chups gleich mit.

Klingt gut. Wo aber bleibt die Verbindung zur Chubba-Chups-Verpackung?

- Die gab es dann zeitgleich mit der kleineren Spardose natürlich auch im Milchkannen-Design. Auch aus Metall. Und die Leute haben sie verstärkt gekauft, nur wegen der ausgefallenen Verpackung. Ein gutes Beispiel für meine These, mit dem gleichen Produkt und einem veränderten Marketing mehr Gewinn zu erzielen.

Also aktives Marketing betreiben und nicht den Kopf in die Dose stecken.

- Sie sagen es.